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Schlaf im Kindesalter

Im Laufe des Lebens verändern sich sowohl das Schlafbedürfnis als auch das Schlafprofil grundlegend. Je älter der Mensch wird, desto weniger Schlaf benötigt er – sofern er sich eines gesunden Schlafes erfreuen kann. Babys haben noch keinen Tag-Nacht-Rhythmus. Die Anpassung an den Schlaf-Wach-Rhythmus der Eltern dauert in der Regel Monate, manchmal sogar Jahre.

Schlafhungrige Säuglinge
Säuglinge schlafen bis zu 18 Stunden täglich. Dabei unterscheidet sich die Zusammensetzung der verschiedenen Schlafstadien von Säuglingen und Kleinkindern erheblich vom Schlafprofil eines gesunden Erwachsenen: In seinen ersten Lebensmonaten verbringt der Mensch fast 50% seiner Schlafzeit im REM-Schlaf (Traumschlaf). Wissenschaftler leiten daraus ab, dass der REM-Schlaf eine wichtige Rolle bei der Hirnentwicklung spielt.

Entwicklungshelfer Schlaf
Überhaupt nimmt der Schlaf bei der Entwicklung Heranwachsender einen zentralen Stellenwert ein: Alten Mythen entgegen, nach denen Schlaf einen nahezu leblosen Zustand verkörpere, belegen heutige Studien, dass die Ausbildung verschiedener Körpersysteme bei Säuglingen und Kleinkindern vor allem während des Schlafes stattfindet. Auch die wichtigen Wachstumshormone werden hauptsächlich im Tiefschlaf gebildet. Wachstumsstörungen können daher ein Anzeichen bzw. die Folge verminderten Tiefschlafs sein.

Schlafstörungen im Kindesalter
Zu den meistverbreiteten Schlafstörungen im Kindesalter zählt neben Alpträumen und Bettnässen das Schlafwandeln. Sollte das Schlafwandeln bis ins Erwachsenenalter andauern, ist es ratsam, einen Schlafmediziner aufzusuchen. Schon Kinder können unter Schnarchen und Schlafapnoe oder unter Narkolepsie und Insomnie leiden. Folge regelmäßiger Schlafdefizite können Wachstumsstörungen und mangelnde Schulleistungen sein. Nicht selten wird das in jüngerer Zeit vieldiskutierte, so genannte Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) durch eine Schlafstörung hervorgerufen. Auch in diesem Fall empfiehlt es sich, zur Abklärung der Ursachen und der Erarbeitung eines Therapiekonzeptes ein Schlaflabor aufzusuchen.

Plötzlicher Kindstod (SIDS)
Bis heute arbeiten unzählige Schlafforscher fieberhaft an der Ursachenerforschung des so genannten „plötzlichen Kindstodes“ (Sudden Infant Death Syndrome, kurz: SIDS). Dennoch konnte die eigentliche Ursache bislang nicht hinreichend geklärt werden.
Eltern, deren Kinder ein erhöhtes Risiko für SIDS tragen, kann daher nur empfohlen werden, Alarmgeräte in den Kinderzimmern zu installieren. Sie können helfen, die lebensbedrohliche Situation zu erkennen und rechtzeitig einzuschreiten.
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