Schlafapnoe: Risikofaktor Übergewicht

Allgemeine Gefahren des Übergewichts

Erhöhtes Körpergewicht zählt zu den meistverbreiteten Gesundheitsrisiken unserer Gesellschaft: In den westlichen Industrieländern leiden ca. 50% der Bevölkerung an Übergewicht. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass u.a. eine Verkalkung der Herzkranzgefäße die Folge sein kann, was wiederum die Hauptursache für Herzinfarkte darstellt. Übergewicht kann außerdem Bluthochdruck und einen Anstieg der Blutfettwerte verursachen. Es wird im Zusammenhang mit der Entstehung von Krebs und vielen weiteren schweren Erkrankungen – etwa der Diabetes Typ II – diskutiert.

Schlafstörungen und Übergewicht

Im Zusammenhang mit Schlafstörungen kann ein erhöhtes Körpergewicht eine – im wahrsten Sinne des Wortes – gewichtige Rolle spielen: Unter anderem werden Schnarchen und Schlafapnoe damit in Verbindung gebracht.

Übergewicht führt zu einer veränderten Stoffwechsellage, die die Muskelfunktion der oberen Atemwege im Schlaf negativ beeinflusst. Dies ist bei Männern ausgeprägter als bei Frauen. Zudem kann ein erhöhtes Körpergewicht zur Einlagerung von unelastischem Fettgewebe im Rachenraum führen, und diese Fetteinlagerungen wiederum erschweren unter Umständen zusätzlich den Fluss der Atemluft.

Es gibt zwar verschiedene Ursachen für ein obstruktives Schlafapnoe-Syndrom, jedoch treten Atmungsaussetzer in der Nacht erheblich häufiger bei Übergewichtigen auf: Mehr als die Hälfte der behandlungsbedürftigen Apnoiker/innen leiden unter einem deutlich erhöhten Körpergewicht. Eine gezielte Gewichtsabnahme in Absprache mit dem Arzt kann daher zu einer erheblichen Linderung des Problems beitragen.

Übergewicht rechtzeitig erkennen

Ob Sie unter Übergewicht leiden, können Sie ganz einfach anhand des so genannten Body-Mass-Index (BMI) überprüfen. Der BMI gibt Aufschluss über das Verhältnis des Körpergewichts zur Körpergröße unter Berücksichtigung von Alter und Geschlecht. Nach wissenschaftlicher Definition spricht man ab 28 kg/qm von Übergewicht und ab 30 kg/qm von einer behandlungsbedürftigen Adipositas.

Wenn Sie Ihren persönlichen BMI bestimmen möchten, nutzen Sie z. B. diesen BMI-Rechner:

Wie Übergewicht entsteht

Bei einem gesunden Menschen entsteht Übergewicht durch einen ganz einfachen Zusammenhang: Wer über die Nahrung mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbraucht, nimmt zu. Essen und trinken wir dauerhaft zu viel bzw. das Falsche und bewegen uns zu wenig, werden wir dick.

An Gewicht zu verlieren erfolgt genau anders herum, ist allerdings nicht immer ganz so einfach: durch eine veränderte Ernährung und mehr Bewegung. Einseitige Diäten sind dabei selten hilfreich und ziehen häufig den frustrierenden Jojo-Effekt nach sich: Sobald Sie nach einer Diät wieder „normal“ essen, nehmen Sie zu. Und nicht selten deutlich mehr, als Sie sich zuvor mühsam abgehungert haben.

Überflüssige Pfunde nachhaltig abbauen

Wer sein Gewicht durch Sport reduzieren möchte, sollte sich vorher ärztlich bzw. kardiologisch untersuchen lassen: Es muss sichergestellt sein, dass die geplante körperliche Betätigung keine Gefahr für Ihre Herzgesundheit bzw. Herzleistung darstellt.

Wenn Sie durch Sport Gewicht verlieren möchten, ist es wichtig, dass Sie dabei tatsächlich ins Schwitzen kommen. Idealerweise sollten Sie dann zwei- bis dreimal pro Woche trainieren.

Möchten Sie Ihr Körpergewicht durch eine veränderte Ernährung reduzieren, ist eine dauerhafte Umstellung Ihrer Ernährungsgewohnheiten sinnvoll. Nur so erhalten Sie einen nachhaltigen Effekt. Dazu sollten Sie gemeinsam mit Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt eine genaue Analyse Ihres bisherigen Ernährungsverhaltens vornehmen. So können Sie in Erfahrung bringen, wie Sie Ihren Ernährungsplan ausgewogener gestalten und Ihr Gewicht schrittweise, aber beständig reduzieren können.

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