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Individueller Schlaf

Lerchen, Eulen und Siesta: Schlaf und „innere Uhr“

Jeder Mensch besitzt eine „innere Uhr“, die u.a. den Schlaf-Wachrhythmus steuert. Wie unsere Armbanduhren ticken auch unsere „inneren Uhren“ im 24-Stunden-Takt. Wie aktiv und frisch wir uns zu einer bestimmten Uhrzeit fühlen, ist allerdings individuell sehr unterschiedlich.

Manche Menschen, die so genannten „Lerchen“ oder „Morgentypen“, haben keinerlei Probleme, das Bett am Morgen voller Elan zu verlassen und abends zeitig zu Bett zu gehen. Andere, die so genannten „Eulen“ oder „Abendtypen“ müssen sich morgens aus ihrer Schlafstätte quälen, bleiben dafür abends aber lieber ein paar Stunden länger auf den Beinen. 
Im Gegensatz zu Hamstern ist der Mensch eindeutig ein Nachtschläfer und darauf „programmiert“, am Tage aktiv zu sein.

Wir können unsere Aktivitäts- und Schlafphasen nicht frei wählen. Die so genannte „innere Uhr“ trägt dazu bei, dass der Schlaf am Tage nicht so erholsam wie in der Nacht ist und Arbeiten in der Nacht wesentlich mühsamer als am Tage von Statten geht. Zudem gibt es auch am Tage bestimmte Zeiten zu denen wir uns – obwohl wir genügend Nachtschlaf hatten – müde fühlen. In den meisten Fällen tritt dieses „Tagestief“ zwischen 12.00 und 16.00 Uhr in Erscheinung. Keineswegs zu Unrecht hält man in manchen Kulturen zu diesem Zeitpunkt gerne eine Siesta.

Für Schlafmediziner ist es nicht sonderlich erstaunlich, dass sich während des nachmittäglichen Tagestiefs besonders viele müdigkeitsbedingte Unfälle ereignen. Noch häufiger jedoch kommt es in der Nacht zwischen 23.00 und 6.00 Uhr morgens zu Unfällen – zu einem Zeitpunkt also, zudem unsere „innere Uhr“ eigentlich auf Nachtschlaf programmiert ist.

 


Diese Seite wurde aktualisiert am 26. September 2013 um 11:54 Uhr.