Behandlung von RLS und PLMD

Restless Legs-Syndrom (RLS): Neue Entwicklungen in der Behandlung 

Das Restless Legs-Syndrom (RLS) gehört zu den häufigsten neurologischen Schlafstörungen. Betroffene verspüren vor allem abends und nachts ein unangenehmes Ziehen, Kribbeln oder einen Bewegungsdrang in den Beinen, der das Einschlafen und Durchschlafen erheblich stören kann. 

In leichteren Fällen können bereits probate „Hausmittel“ zur Linderung der Symptome führen: Bäder, Massagen und Sport, aber auch schon die Meidung koffeinhaltiger Getränke können das Krankheitsbild positiv beeinflussen. Zeigen diese Maßnahmen keine Wirkung, sollte die genaue Ursache des RLS durch umfangreiche Differenzialdiagnostik im Schlaflabor untersucht werden. 

Vereinbaren Sie jetzt einen ersten, unverbindlichen Beratungstermin

Terminabstimmung per Telefon:

Direkt online Termin vereinbaren:

Moderne Behandlungskonzepte bei RLS 

In den letzten Jahren haben sich die Empfehlungen zur Behandlung deutlich verändert. Die neuen Leitlinien der American Academy of Sleep Medicine (AASM, 2024/2025) betonen: 

  • Eisenmangel sollte früh erkannt und behandelt werden. 
  • Alpha-2-Delta-Liganden (z. B. Gabapentin-Enacarbil, Pregabalin) gelten heute als Therapie der ersten Wahl
  • Dopamin-Agonisten, früher Standard, werden wegen des Risikos einer Symptomverschlechterung nur noch in Ausnahmefällen eingesetzt. 

Opioide kommen ausschließlich bei schweren, therapieresistenten Fällen infrage und erfordern eine engmaschige ärztliche Begleitung. 

Restless Legs: Eisen als Schlüsseltherapie 

Bei vielen RLS-Patientinnen und -Patienten ist ein niedriger Ferritinwert nachweisbar. Studien zeigen, dass die intravenöse Gabe bestimmter Eisenpräparate die Beschwerden deutlich verringern kann. Daher gehört die Eisenbestimmung heute zum festen Bestandteil jeder Diagnostik – und ihre gezielte Korrektur bildet häufig den ersten Schritt der Behandlung.


Restless Legs Syndrom und PLMD

Restless Legs Syndrom und PLMD

Symptome und Ursachen

Was ist das Restless Legs Syndrom? Das Restless Legs Syndrom der „ruhelosen Beine“ klingt harmloser als es ist. Nur wenige haben schon einmal …


Behandlung des RLS: Neue Ansätze in der Forschung

Aktuell wird der Wirkstoff Dipyridamol, ein sogenannter Adenosin-Wiederaufnahmehemmer, in klinischen Studien untersucht. Erste Ergebnisse sind vielversprechend und könnten künftig weitere Behandlungsmöglichkeiten eröffnen. 

Fazit

Eine erfolgreiche Behandlung des Restless-Legs-Syndroms beginnt mit einer sorgfältigen Diagnostik und einer individuellen, modernen Therapieplanung durch erfahrene Fachmediziner/-innen. Das Ziel ist immer, Ihre Symptome dauerhaft zu lindern, Ihre Schlafqualität zu verbessern und Ihnen so zu mehr Lebensqualität und nächtlicher Ruhe zu verhelfen. 

Bei Fragen oder für eine individuelle Beratung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung – vereinbaren Sie einfach einen Termin

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Die Therapie des Restless Legs Syndroms kann sich im Einzelfall als schwierig erweisen. Daher ist die eingehende Erhebung der Krankengeschichte unter Einschluss möglicher Risikofaktoren (auslösender Faktoren) unbedingt erforderlich. Die Diagnosestellung des RLS fußt in erster Linie auf dem Patientengespräch. Eingehende schlafmedizinische Untersuchungen dienen der Abklärung der Auswirkungen des RLS auf die Schlafqualität und können konkrete Ansätze zur Behandlung bieten. Insbesondere auch dann, wenn – wie in den meisten Fällen –zusätzlich periodische Beinbewegungen im Schlaf die Durchschlaffähigkeit beeinträchtigen. Mehr dazu in diesem Video.

Die komplette Folge SomnoTalks finden Sie unter: https://www.somnolab.de/podcast/somnotalks-folge-2/Mitmachen erwünscht – schicken Sie uns gerne Ihre Fragen oder Anregungen und wir versuchen in der nächsten Folge darauf einzugehen. Als Kommentar unter dem YouTube Video oder auch gerne per E-Mail an blum@somnolab.de.

Periodische Bewegung der Gliedmaßen – PLMD (Periodic Limb Movement Disorder)

Nach Ausschluss anderer Grunderkrankungen kann bereits eine Optimierung der Schlafhygiene helfen, die Symptome zu lindern – etwa durch regelmäßige Schlafzeiten, ausreichende Bewegung am Tag und den Verzicht auf Koffein, Alkohol oder Nikotin am Abend. 

Wenn die Beschwerden dadurch nicht ausreichend gebessert werden, stehen medikamentöse Therapien zur Verfügung, die die nächtlichen Beinbewegungen deutlich reduzieren können. Zum Einsatz kommen vor allem Alpha-2-Delta-Liganden (z. B. Pregabalin, Gabapentin) oder in ausgewählten Fällen Dopamin-Agonisten.

Individuelle Therapieplanung bei PLMD

Die Behandlung sollte stets auf die individuellen Symptome und Begleiterkrankungen abgestimmt werden. Eine gezielte Diagnostik im Schlaflabor hilft, die Häufigkeit und Ausprägung der Bewegungen genau zu erfassen und die bestmögliche Therapieform festzulegen. Ziel ist es, Ihren Schlaf zu stabilisieren, Tagesmüdigkeit zu reduzieren und Ihre Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. 

Wir sind gerne für Sie da, vereinbaren Sie einfach einen Termin.

Besuch im Schlaflabor

Besuch im Schlaflabor

Unter einem Schlaflabor lassen sich die unterschiedlichsten Gebäude und Szenarien vorstellen. Tatsächlich stehen Ihnen hier moderne, ...

Gesunder Schlaf

Gesunder Schlaf

Was ist Schlaf? Warum träumen wir eigentlich? Wie kommt es zu Schlafstörungen wie Schlafapnoe? Hier finden Sie Antworten. Was ist ...